Archiv für die Kategorie „Tanz-Vereine & Clubs“

Let’s Dance soll nach dem Jenaer Sportmanagement Survey des Instituts für Sportwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena den Tanzsport fördern. So zumindest schreibt es eine Erklärung des Instituts, in dem der stellvertretende Institutsleiter Prof. Dr. D. auch als Projektleiter fungierte. Der beeindruckende Titel: „Forschungsreport – Wirkung von Let’s Dance auf das Mitgliederpotenzial im deutschen Tanzsport – Teil 1“ (im Folgenden: „Survey“) 1)

Der Pressesprecher des DTV übernimmt am 23.03.2013 diese Freude fast wortgleich für den DTV, kann so doch der Leiter der Professional Divison (PD) des DTV und des WDSF, Joachim Llambi als Star der RTL-Sendung Let`s Dance glänzen.

Kommen also der Tanzsport und die Vereine also mit RTL, Let’s Dance und diesem Forschungsbericht endlich aus dem Abwärtstrend?

Datenbasis prüfen

Nackte Zahlen sagen nichts. Der Zusammenhang ist wichtig. Doch auch dies wird bei wirklich wissenschaftlichen Untersuchungen durch die Beachtung wissenschaftlicher Methodik in der Regel sicher gestellt. (Stichworte: Irrtumswahrscheinlichkeit und Signifikanzniveau – http://de.wikipedia.org/wiki/Statistische_Signifikanz ) Insbesondere wird – normalerweise – peinlich genau auf die Auswahl der Ausgangsdaten geachtet. Die Ausgangsdaten müssen „repräsentativ“ sein. Sind sie das nicht, sind die Ergebnisse unverwertbar.

Was erfahren wir hierzu über die aktuelle Studie? Es wurden 552 Personen in einer Online-Umfrage nach Let’s Dance 2012 befragt, Tänzer/innen und Nichttänzer/innen. Scheint auf den ersten Blick akzeptabel. Doch halt: Auf Seite 12 des veröffentlichten Teils zum Survey wird aufgeschlüsselt:

„Der überwiegende Teil der Befragten (54 Prozent; N=300) sind Mitglieder in einem Tanzsportverein. 55 Befragte (10 Prozent) nehmen an einem Tanzkurs in einem Breitensportverein, 91 Personen (16,5 Prozent) an einem Tanzkurs in einem Tanzstudio bzw. einer Tanzschule teil und nur sechs Personen (1 Prozent) der Befragten besuchten einen Tanzkurs in der Volkshochschule. 135 Menschen (24,5 Prozent) gaben an, keinen Tanzsport in einer Organisation zu betreiben. Damit treiben 64 Prozent der Befragten Tanzsport unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbundes.“

Ein Schaubild (Survey, S. 13) weist zudem leicht andere Zahlen aus:

Jenaer_Survey-Orgaform

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Zum Landesverbandstag in Bayern hat der Vizepräsident im Landesverband, Herr Dr. P. H. Otto zwei Übersichten vorgelegt, die auch im Internet zur Verfügung stehen. Diese sollen die Beiträge wieder geben, die die einzelnen Landestanzsportverbände im DTV(LTV) und der DTV erheben*. Gezeigt werden die Beiträge für Kinder und Erwachsene als übersichtliche Schaubilder.

DTV-LV-Beitraege

DTV-LV-Beiträge, Dokument: Dr. Otto / LTVB

Hier die Highlights und „dunklen Flecken“ nach dieser Aufstellung:

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Projekt-Management-magisches Dreieck-Bild_Exner

Projekt-Management - Das "magisches Dreieck"; Bild: Exner

Projekt-Management soll helfen

  • bestimmte oder bestimmbare Leistungen
  • In bestimmten Zeiten oder zu bestimmten Terminen
  • in einem festgelegten Kostenrahmen

zu planen und zu erbringen.

Die vorgenanten drei Punkte werden auch im Projektjargon als „magisches Dreieck“ des Projektmanagements bezeichnet. (Bild nebenstehend)

Management-Prüfung im Tanzsport

Ob die genannten drei Punkte eingehalten werden kann im Tanzsport also zum Beispiel geprüft werden an:

  • Veranstaltung eines Jubiläums-Balls einer Tanzschule
  • Aufbau einer Formation
  • Großturniere, wie GOC, Blaues-Band oder Baltic-Senior
  • Projekten des Deutschen Tanzsport-Verbands (DTV)

Typische Tanzsport-Projekte

Im Bereich des Tanzsports gibt es einige typische Beobachtungen beim Projekt-Management.

Dazu gehört zwar auch, dass die Organisation und Planung sich im Tanzsport oft selbst nicht als Projekt-Management versteht. Doch hier soll es einmal nur um die oben genannten drei Faktoren Leistung, Zeit/Termine und Kosten gehen. Dabei ist festzustellen:

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Checklisten-Tanzsport-Marketing

Checklisten-Tanzsport-Marketing

Fast zwei Jahre hat der Deutsche Tanzsportverband (DTV) ein Projekt unter dem Titel „Zukunft DTV“ durchgeführt. In den nun vom DTV-Vizepräsidenten R. Meindel hierzu veröffentlichten Dokumenten findet sich u. a. auch eine Bestätigung des Marketing-Ziels „Positionierung von Tanzsport Deutschland als Marktführer im Tanzsport“.

Mit größter Spannung wurden weiter die Vorschläge für Maßnahmen zum Tanzsport-Marketing erwartet. Gerade Vereine werden diese gründlich prüfen wollen und prüfen, steht doch beim Verbandstag am 23./24.06. auch eine erhebliche Beitragserhöhung an den Verband zur Entscheidung an.

Hier sei zunächst als eine ganz einfache Arbeitshilfe dazu eine Checkliste nach Wikipedia vorgestellt. Mithilfe dieser Checkliste können die vorgeschlagenen Maßnahmen des Projekts einer einfachen und schnellen Prüfung unterzogen werden:

Maßnahmen-Checkliste nach Wikipedia

Schon ein einfacher Blick ein eine Wikipedia-Seite zeigt einige Fragen auf, die auch an das DTV-Verbandskonzept und das Projekt „Zukunft DTV“ zu adressieren sind. Anhand dieser Checkliste kann jeder selbst die Maßnahmen-Vorschläge des DTV prüfen.

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Homepage-BGH

Link & Bild: Homepage BGH

Im Rahmen einer Online-Diskussion über Verbände im Tanzsport wurden auch Fragen nach der Zulässigkeit von Beiträgen gestellt. In einer der letzten großen Entscheidungen zum Vereinsrecht des Bundesgerichtshofs (BGH, Urteil vom 2. Juni 2008, Az. II ZR 289/07) wurden einige bemerkenswerte Aussagen zu dem Thema getätigt.

Diese allgemeinen Aussagen sind auch im Tanzsport, Tanz-Vereinen und Verbänden zu beachten, auch wenn es im Ausgangsfall um

  1. die Verpflichtung zu Beiträgen in einem Golfclub ging;
  2. als spezielles Problem eine gespaltenen Beitragspflicht (Darlehen durch Vereinsmitglied) vorlag.

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Hinweis in eigener Sache: Die nachfolgenden Auszüge können eine Beratung im Einzelfall nicht ersetzten.

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BGH-Urteil zu Vereinsbeiträgen

Beitragspflicht und Mitgliedschaft im Verein

„Eine Beitragspflicht besteht stets nur für Vereinsmitglieder, niemals für außenstehende Dritte.“ S. 7, Rn. 15

„Ein Kennzeichen für die korporationsrechtliche Pflicht ist regelmäßig, dass sie mit der Mitgliedschaft steht und fällt (siehe insoweit BGHZ 103 aaO S. 222).“ S. 8, Rn. 17

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