Speichermedien; Bild: RA Exner

Speichermedien; Bild: RA Exner

Die Gesundheitskarte ist in Deutschland bzgl. des Datenschutzes heiß diskutiert worden. Die -Initiative für ein 2012 im Tanzsport dagegen nicht. Dabei ist die Bestellung wohl schon möglich. Doch der Starttermin wurde schon verschoben … Mit ein bisschen Recherche können aber die Funktionsweise der , die Technik solcher Chipkarten und die Datenschutzrechte für Deutschland hier klar erläutert werden.

Funktion der ID-Card

Was die ID-Card kann und wie sie funktioniert, wird in einem englisch-sprachigen Text des WDSF von Michael Eichert, auch Bundessportwart des , für die Technical Commission/Sports Department erläutert:

„During the year 2011 I was appointed by the presidium to develop the new WDSF Competition Rules and to supervise the project further development of the WDSF RLS (Registration and Licensing System) and the project WDSF ID Cards. (…)

 

3. The third project to supervise was the development of a WDSF ID Card for our athletes. The WDSF ID Card will simplify the whole competition registration and check-in process. This ID Card can be used online by any of our athletes and must be accepted by an administrator of the national member federations.

 

The WDSF ID Card contains all necessary information for a registration or check-in such as name, citizenship, date of birth and member country. The card also contains a picture of the athlete allowing direct verification of the identity. The most important information on the card is the MIN (Member Identification Number). This number is unique for every WDSF athlete. The MIN allows the Scrutineer to add a couple to the system without having to guess the right names of the athletes due to spelling mistakes or cultural differences.

 

The holder of a WDSF ID Card must sign the WDSF Anti-Doping agreement to receive the card. As a result it will not be necessary anymore to ask all couples to sign the WDSF Anti-Doping agreement before they compete. John Caprez prepared all relevant information for our WDSF Member bodies.“

Quelle: Michael Eichert / WDSF

ID-Card als mobiles Speicher- und Verarbeitungsmedium

Was ist eine ID-Card eigentlich? Also am verstehen kann man die Funktionsweise verstehen, wenn man die künftige ID-Card des WDSF als eine „Chipkarte“ ansieht und hier zu die Ausführungen bei Wikipedia nachschlägt. Dort kann wird man über die Klassifikation und die Technik von Chipkarten in Wort und Bild anschaulich informiert:

Wikipedia: Chipkarten

„Chipkarten, oft auch als Smartcard oder Integrated Circuit Card (ICC) bezeichnet, sind spezielle Plastikkarten mit eingebautem integriertem Schaltkreis (Chip), der eine Hardware-Logik, Speicher oder auch einen Mikroprozessor enthält. Chipkarten werden durch spezielle Kartenlesegeräte angesteuert. (…)

Klassifikation

Chipkarten können nach unterschiedlichen Kriterien unterschieden werden. Die eingängigste ist die Unterscheidung zwischen Speicher-Chipkarten mit einfacher Logik und Prozessor-Chipkarten mit eigenem Karten-Betriebssystem und kryptografischen Fähigkeiten. (…)

Speicherchipkarten

Die einfachen Chipkarten bestehen nur aus einem Speicher, der ausgelesen oder beschrieben werden kann, z. B. die Krankenversichertenkarte oder die Telefonkarte. (…) mit: Blockschaltbild einer Speicherchipkarte (…)“

Text-Quelle + mit Bildern: Wikipedia / Chipkarte

Keine -Info durch DTV

Obwohl nur spärlich Informationen über die neue ID-Card für Tänzer auch vom DTV weiter gegeben werden, erfolgt keine Information über die Datenschutzbelange. In Deutschland würde die Einführung einer solchen Karte umfangreiche Informationspflichten nach § 6c BDSG auslösen.

Wie sieht dies nun für die WDSF aus? Wie ist die Verwendung der Daten bzw. die Weitergabe bzw. Datenabgleich bei Turnieren geplant?

Wer sonst könnte dies für Tanzsport-Paare gegenüber dem WDSF verhandeln, wenn nicht der DTV?

Als Projektleiter der Technical Commission/Sports Department des WDSF sollte der Bundessportwart DTV Michael Eichert hier fachkundig Rede und Antwort stehen können.

Hintergrundinfo Datenschutzrecht

§ 6c BDSG [Mobile personenbezogene

Speicher- und Verarbeitungsmedien]

(1) Die Stelle, die ein mobiles personenbezogenes Speicher- und Verarbeitungsmedium ausgibt oder ein Verfahren zur automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten, das ganz oder teilweise auf einem solchen Medium abläuft, auf das Medium aufbringt, ändert oder hierzu bereithält, muss den Betroffenen

  1. über ihre Identität und Anschrift,
  2. in allgemein verständlicher Form über die Funktionsweise des Mediums einschließlich der Art der zu verarbeitenden personenbezogenen Daten,
  3. darüber, wie er seine Rechte nach den §§ 19, 20, 34 und 35 (*BDSG) ausüben kann, und
  4. über die bei Verlust oder Zerstörung des Mediums zu treffenden Maßnahmen

unterrichten, soweit der Betroffene nicht bereits Kenntnis erlangt hat.

 

(2) Die nach Absatz 1 verpflichtete Stelle hat dafür Sorge zu tragen, dass die zur Wahrnehmung des Auskunftsrechts erforderlichen Geräte oder Einrichtungen in angemessenem Umfang zum unentgeltlichen Gebrauch zur Verfügung stehen.

 

(3) Kommunikationsvorgänge, die auf dem Medium eine Datenverarbeitung auslösen, müssen für den Betroffenen eindeutig erkennbar sein.

* Ergänzung des Autors. Von einer Wiedergabe wurde hier abgesehen.

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